An die SchülerInnen und die Leitung der Main – Taunus – Schule,
Der Trend an den Schulen setzt sich wie zu erwarten war fort, SchülerInnen werden auf preußische Obrigkeitshörigkeit erzogen, die SV wird lediglich als Grußkartenversand marginalisiert und die Chancengleichheit bleibt auf der Strecke. Das sind natürlich Problematiken, die an vielen Schulen zu beobachten sind, doch wir verdeutlichen diese an der MTS. Vor etwa einem Monat erließ die Schulleitung ein Verbot aller elektronischer Geräte selbst in den Räumen, in denen diese vorher zulässig waren, mit der Begründung das einige SchülerInnen ihre Smartphones zum Spielen benutzt hätten. Repressalien werden von der Schulleitung also für nötig erachtet, wenn minimale Verstösse gegen das Verbot der Elektronikgeräte stattfinden, die Handlung ist völlig überzogen hat aber den Zweck auch in Zukunft keinen Ungehorsam zuzulassen, man mag, so ist der Normalzustand, die Schülerschaft in ihren Interessen und Bedürfnissen kleinhalten. Vor einigen Wochen kam dann der Rückzug der Schulleitung von dem absoluten Verbot der Geräte, um sich als guter Samariter hoch zu stilisieren gab es dann Zettel zu lesen, dass die Schulleitung noch einmal Gnade vor Recht ergehen lasse und die Elektronikgeräte auf „Bewährung“ wieder zuließ, wenn es nicht nochmal zu solchen Handlungen komme. Auch hier zeigt sich der wahre Geist der Schulleitung, mit Zuckerbrot und Peitsche wird hier offensichtlich vorgegangen, auch weil sich in den Schülern der Unmut über das absolute Verbot regte.
Ebenso ein Problem stellt der Doppeljahrgang dar, in der Schülerschaft vor allem bei den Betroffenen kursiert das Gerücht, dass es eine feste „Versagerquote“ geben muss, von mindestens 70 SchülerInnen ist hier die Rede. Zusätzlich zu dem Druck unter dem vor allem die G8 – Jahrgänge stehen wird hier auch noch ein perverses Selektionsprogramm gefahren, dass den Lehrern, die solche Vorgaben zu erfüllen haben, auch die Möglichkeit nimmt pädagogische Noten zu verteilen, die ein Weiterkommen, bei vorhandener Leistungsbereitschaft der SchülerInnen, ermöglicht. So eine Quote setzt auch den Grundsatz der Chancengleichheit außer Kraft, basierend auf einer Quote, die der Elitenförderung dient, wird Schülern das Recht auf Bildung verwehrt. Vor allem Kinder aus unteren Schichten sind betroffen, die sich keinen Nachhilfeunterricht, der einer Versetzung hilfreich wäre, leisten können. Mangelnde Kapazitäten mögen ein Grund dafür sein, aber ein Versagen der Politik, die Investitionen in die Bildung versäumt, sollte nicht auf den Rücken der SchülerInnen lasten.
Um solchen Missständen entgegen wirken zu können bedarf es einer organisierten Schülerschaft unter der Leitung der SV, die sich solidarisch miteinander erklärt und bereit ist auch Kampfmaßnahmen gegen solche Ungerechtigkeiten zu ergreifen. Nur gemeinsam sind wir stark!
Wir fordern:
- Die Abschaffung einer „Versagerquote“!
- Die Abschaffung des Verbotes von Elektronikgeräten!
- Bildung für alle!




